Bauphysik

Brandschutzkonzepte

Unter Brandschutz versteht man alle Maßnahmen, die der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorbeugen und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten ermöglichen. Da Brandschutz eine wachsende Bedeutung für die Bauwirtschaft hat, hat sich Dipl. Ing. Werner Tietge schon vor Jahren als Brandschutz-Sachverständiger ausbilden und zertifizieren lassen.

Vorbeugender Brandschutz ist der Überbegriff für alle Maßnahmen, die im Voraus die Entstehung, Ausbreitung und Auswirkung von Bränden verhindern beziehungsweise einschränken. Meist wird Brandschutz in Gebäuden betrieben. 

Der vorbeugende Brandschutz gliedert sich formal in die Teilbereiche

  • baulicher Brandschutz
  • anlagentechnischer Brandschutz
  • organisatorischer Brandschutz


Im bauordnungsrechtlichen Sinne dient der vorbeugende Brandschutz vorrangig dem Schutz von Leib und Leben, der Umwelt und der öffentlichen Sicherheit sowie als Voraussetzung für eine wirksame Brandbekämpfung. Die diesbezüglich einzuhaltenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften der Landesbauordnungen sind in Deutschland als Mindestanforderungen zu verstehen.

Die baulichen Maßnahmen beispielsweise in Gebäuden sind sehr vielfältig und erstrecken sich von den verwendeten Baustoffen und Bauteilen, in Deutschland geregelt in DIN 4102 und ENV 1992-1-2, über den bautechnischen Brandschutz in Industriebauten, geregelt in der DIN 18230, über die Fluchtwegplanung hin zu Löschanlagen in Gebäuden. In Österreich ist dies in den verschiedenen TRVB-B festgelegt.

In Deutschland ist es notwendig, für jeden größeren Bau ein Brandschutzgutachten durch einen zugelassen Brandschutzgutachter erstellen zu lassen. Zudem muss das erstellte Brandschutzkonzept mit den lokalen Behörden abgestimmt werden. Ein Bundesgesetz delegiert die Zuständigkeit in die Landesverantwortung. Die Regelungen sind deshalb von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Bauliche Maßnahmen müssen vor allem folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Brandverhalten von Baustoffen
  • Feuerwiderstand der Bauteile
  • Aufteilung der Gebäude in Brandabschnitte durch Brandwände und -schutztüren
  • Fluchtwegplanung
  • aktive Brandbekämpfung durch Sprinkleranlagen


Gerade die immer stärker werdende Durchdringung großer Gebäude mit Energieversorgungs-, Steuer- und Datenleitungen läuft der von der Bauaufsicht geforderten Abschnittstrennung mit Brandwänden und feuerbeständigen Geschossdecken zuwider. Deshalb werden in modernen Gebäuden mit größeren Menschenansammlungen (beispielsweise Bahnhöfen, Flughäfen, Museen, Kongresshallen) spezielle Feuerschutzeinrichtungen wie Brandmeldeanlagen, Notbeleuchtung, Brandschutztore und Brandschutztüren möglichst lange aufrechterhalten.

Schallschutz

Für Gesundheit und Wohlbefinden der Nutzer ist der Schallschutz in Gebäuden ein wichtiger Faktor. Denn aus Schall wird Lärm, wenn die Belästigung durch Geräusche von außen oder aus angrenzenden Wohn- und Arbeitsbereichen als störend empfunden wird. Umfragen haben ergeben, dass Eigentümer von Wohnimmobilien dem Schallschutz neben dem Brandschutz höchste Priorität einräumen.

Die Mitarbeiter von Tietge + Partner haben bei zahlreichen Projekten der vergangenen Jahre Schallschutzkonzepte entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Diplom-Ingenieur Werner Tietge: "Dass Lärm nicht nur störend sein kann, sondern auch krank machen kann, ist hinlänglich bekannt. Um Lärm sowohl aus dem Haus als auch vom Arbeitsplatz fern zu halten, bedarf es sowohl beim Bauen im Bestand als auch beim Neubau der kontrollierten Ausführung einer sicheren Planung." 

Hinzu kommt: Das fortgeschrittene Alter der geltenden Normen im Bereich Schallschutz, Entscheidungen verschiedener Gerichte und eine erhöhte Anspruchshaltung der Nutzer haben Grauzonen entstehen lassen, die zunehmend einer fachkundigen Beratung und Begleitung bedürfen.

 

Energieeffizienz (Wärmeschutz)

Seit mehr als einem Jahr sind Energieausweise gesetzlich vorgeschrieben. Bei Errichtung, Änderung oder Erweiterung von Gebäuden ist nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) ein Energiebedarfsausweis auszustellen. Tietge + Partner hat seit Inkrafttreten dieser Verordnung für zahlreiche private wie gewerbliche Immobilienbesitzer rechtssichere Energieausweise schnell und günstig erstellt. "Der Gesetzgeber hat verfügt, dass nur qualifizierte Berufsträger Energieausweise ausstellen dürfen", sagt Diplom-Ingenieur Axel Tietge. "Im Sinne unserer Kunden und Bauherren haben wir daher eine schnelle und kostengünstige Vorgehensweise entwickelt, bei der wir unseren Kunden einen Großteil des sonst oft unvermeidlichen Papierkriegs abnehmen können."

Hintergrund: Einem potenziellen Käufer, Mieter, Pächter oder Leasingnehmer eines bebauten Grundstücks, Wohnungs- oder Teileigentums ist auf Verlangen unverzüglich ein Energieausweis vorzulegen. Ausgenommen hiervon sind Gebäude mit nicht mehr als 50 qm Fläche und Baudenkmäler (§ 16 Abs. 4 EnEV).

Nur in dem Fall, dass ein Gebäude gemischt als Wohn- und Nichtwohngebäude genutzt wird, kann es sein, dass Energieausweise für Gebäudeteile ausgestellt werden (siehe EnEV 2009 §22). In allen anderen Fällen, insbesondere im Fall einer Eigentumswohnung in einem nur zu Wohnzwecken genutzten Gebäude, ist ein Energieausweis für das gesamte Gebäude zu erstellen.

Bei Verkauf und Neuvermietung ohne vollständigen, korrekten oder zulässigen Nachweis drohen Bußgelder bis zu 15.000 Euro.

Für öffentlich genutzte Gebäude sieht die EnEV 2009 eine Pflicht zur Ausstellung und zum Aushang von Energieausweisen vor. Diese gilt für Gebäude mit mehr als 1000 m² Nettogrundfläche, in denen Behörden und sonstige Einrichtungen für eine große Anzahl von Menschen öffentliche Dienstleistungen erbringen und die deshalb von diesen Menschen häufig aufgesucht werden. Die Energieausweise sind an einer für die Öffentlichkeit gut sichtbaren Stelle auszuhängen.

Dem Energieausweis sind Vorschläge für die Verbesserung der Energieeffizienz des Gebäudes (kostengünstige Modernisierungsvorschläge für Bestandsgebäude) beizufügen, sofern kostengünstige Modernisierungsmaßnahmen möglich sind.

Grundsätzlich können Energieausweise für bestehende Gebäude entweder auf der Grundlage des berechneten Energiebedarfs oder des gemessenen Energieverbrauchs ausgestellt werden. Dabei gelten folgende differenzierte Regelungen:

  • Für Wohngebäude mit max. 4 Wohnungen, für die der Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde, müssen Energieausweise seit dem 1. Oktober 2008 auf der Grundlage des Energiebedarfs ausgestellt werden. Ausnahmen gelten für Gebäude, die schon bei der Fertigstellung die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung 1977 erfüllt haben oder nachträglich auf diesen Stand gebracht wurden.
  • Für Nichtwohngebäude besteht Wahlfreiheit zwischen Energiebedarf oder -verbrauch als Basis des Energieausweises.

In einer Übergangsfrist bis 1. Oktober 2008 bestand noch die Möglichkeit für alle Gebäudeeigentümer, sich einen preiswerten verbrauchsbasierten Energieausweis erstellen zu lassen.

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